"Hamburger Schlagzeuger ohne Grenzen: Grandioses Konzert des Elbtonal-Percussion-Quartetts im TIF"
Bremerhaven. "Ping! Ping! Ping!"
Wenn die Schlagwerker des Hamburger Elbtonal-Percussion-Quartetts trommeln, ist das fürs Publikum die reinste Ohrentherapie. Im Theater am Fischereihafen (TIF) wechselten die klassisch ausgebildeten Musiker ebenso gekonnt wie unterhaltsam zwischen Anspruch und Spa?. Ihr Konzert war eine einzige Rhythmus-Demonstration und wurde von den Hörern mit anhaltendem Klatschen und Trampeln honoriert. Zum Einstieg
setzten die Herren Schlagwerker auf Atmosphäre und brachten eine ruhige, sich langsam entwickelnde Ballade für Vibraphon, vierhändiges Marimbaphon und Cajon zu Gehör. Zu leise?
Dass sie auch anders können, bewiesen sie im Anschluss und sorgten zu dritt an einer trommel für den ersten Begeisterungssturm im Publikum.
Immer schneller klackerten sie sich vom Rand her aufs Fell der Trommel vor, wirbelten mit sechs Drumsticks darauf herum, bis alles nur noch ein einziges Rollen war.
Und wieder raus mit dem Tempo: Der wunderschöne "African Blues" wurde mit viel Jazz-Gefühl und großer Präzision präsentiert. Dann ging es weiter nach Japan, wo die Hölzer des virtuos gespielten Marimbaphons von Gongs und Fasstrommeln, rituellen Gesten und Schreien begleitet wurden.
Dank der enormen Bandbreite und Mühelosigkeit des Quartetts wurde die Reise durch Klang, Rhythmus und Dynamik keine Sekunde langweilig.
Wolfgang rummel, Stephan Krause, Andrej Kauffmann und Jan-Frederick behrend könne nicht nur laut und leise, sondern auch ernst und lustig: Vom witzigen Einfall bis zur hoch komplexen Komposition war alles vertzreten. So wurde das Publikum mit einer tollen Nummer auf Bauleitern, Arbeitshelmen und umgedrehten Plastikwannen in die Pause geschickt und mit einem kammermusikalischen Marimba-Stück wieder empfangen - alles geht.
Auf der Bühne des TIF warf unter an- und abschwellenden Trommelwirbeln ein Hubschrauber den Motor an, kamen Vibraphon, Cajon, Djembe, und Zirkuspauke in Wohlklang zusammen, entwickelte sich das Stück "Paradies" zu genau dem Hörerlebnis, das der Titel versprach.
Kein Wunder also, dass die Besucher nach dem letzten ton noch lange nicht satt waren. Das großartige Quartett ließ sich auch nicht lange bitten, kostete noch kurz den applaus aus und servierte als Nachschlag eine furiose Performance mit Kochlöffeln an Blechtellern auf Esstischen: Bravo!
Nordeseezeitung, September 2008
Bremerhaven. "Ping! Ping! Ping!"
Wenn die Schlagwerker des Hamburger Elbtonal-Percussion-Quartetts trommeln, ist das fürs Publikum die reinste Ohrentherapie. Im Theater am Fischereihafen (TIF) wechselten die klassisch ausgebildeten Musiker ebenso gekonnt wie unterhaltsam zwischen Anspruch und Spa?. Ihr Konzert war eine einzige Rhythmus-Demonstration und wurde von den Hörern mit anhaltendem Klatschen und Trampeln honoriert. Zum Einstieg
setzten die Herren Schlagwerker auf Atmosphäre und brachten eine ruhige, sich langsam entwickelnde Ballade für Vibraphon, vierhändiges Marimbaphon und Cajon zu Gehör. Zu leise?
Dass sie auch anders können, bewiesen sie im Anschluss und sorgten zu dritt an einer trommel für den ersten Begeisterungssturm im Publikum.
Immer schneller klackerten sie sich vom Rand her aufs Fell der Trommel vor, wirbelten mit sechs Drumsticks darauf herum, bis alles nur noch ein einziges Rollen war.
Und wieder raus mit dem Tempo: Der wunderschöne "African Blues" wurde mit viel Jazz-Gefühl und großer Präzision präsentiert. Dann ging es weiter nach Japan, wo die Hölzer des virtuos gespielten Marimbaphons von Gongs und Fasstrommeln, rituellen Gesten und Schreien begleitet wurden.
Dank der enormen Bandbreite und Mühelosigkeit des Quartetts wurde die Reise durch Klang, Rhythmus und Dynamik keine Sekunde langweilig.
Wolfgang rummel, Stephan Krause, Andrej Kauffmann und Jan-Frederick behrend könne nicht nur laut und leise, sondern auch ernst und lustig: Vom witzigen Einfall bis zur hoch komplexen Komposition war alles vertzreten. So wurde das Publikum mit einer tollen Nummer auf Bauleitern, Arbeitshelmen und umgedrehten Plastikwannen in die Pause geschickt und mit einem kammermusikalischen Marimba-Stück wieder empfangen - alles geht.
Auf der Bühne des TIF warf unter an- und abschwellenden Trommelwirbeln ein Hubschrauber den Motor an, kamen Vibraphon, Cajon, Djembe, und Zirkuspauke in Wohlklang zusammen, entwickelte sich das Stück "Paradies" zu genau dem Hörerlebnis, das der Titel versprach.
Kein Wunder also, dass die Besucher nach dem letzten ton noch lange nicht satt waren. Das großartige Quartett ließ sich auch nicht lange bitten, kostete noch kurz den applaus aus und servierte als Nachschlag eine furiose Performance mit Kochlöffeln an Blechtellern auf Esstischen: Bravo!
Nordeseezeitung, September 2008